Chronik

Heiliger Florian

Das Zustandekommen der Rosenbergler Wehr

Am Beginn des 20. Jahrhunderts, war es ein Anliegen der Bevölkerung, vor der befürchteten Feuersbrunst eine Feuerwehr zu gründen. Gab es zu diesem Zeitpunkt zwar schon die „Brandschadensversicherung“, doch war diese nicht für alle Familien leistbar! Aus diesem Grunde, erklärten sich 1909 einige Besitzer aus der damaligen Gemeinde bereit einen Jagdpachtschilling für die Gründung einer Freiwilligen Feuerwehr bereit zu stellen. Unter ihnen waren unter anderem Johann Raggam und Rudolf Kern, diese beiden Herrschaften übernahmen die Eigeninitiative! Im Jahre 1910 erklärten sich 30 Mann bereit, sich der FF am 01.Februar anzuschließen.

Die erste offizielle Wehrversammlung, in welcher die Wahl des Hauptmannes und des Stellvertreters vorgenommen wurde, ist am 10. März 1910 abgehalten worden! Unter der gesamten damaligen Wehrversammlung wurden aus der Wahl einstimmig Hr. Johann Raggam zum Hauptmann und Hr. Rudolf Kern zum Stellvertreter gewählt. Der erste Kassier aus dieser Wehr war Hr. Johann List und Hr. Alois Pail der erste Schriftführer! Somit wurde der Randstein unter dem Namen Freiwilligen Feuerwehr Rosenberg bei Mureck gelegt und dem konnte nichts mehr im Wege stehen! Die erste Aktivität im Bereich der Wehr war unter anderem der im April getätigte Zukauf einer Handdruckspritze, welche auf einem Pferdefuhrwerk mobil war! Die Einweihung dieser Spritze erfolgte von Hr. Pfarrer Clemens Kolli im Juni des Jahres 1910 beim Gründungsfest. Aus den Protokollen geht hervor, dass an jedem Sonntag eine Übung abgehalten worden ist. Das damalige Rüsthaus - einem Holzbau mit Steigerturm – wurde der Grund sowie die Baumaterialien vom Grafen von Brunnsee gestiftet! Den ersten protokollierten Brandeinsatz, und die damit bestandene Feuertaufe der Spritze, wurde am 15. April 1911 beim Anwesen Zelezem vlg. „Foschmichl“ absolviert. Somit wurde am 06. Jänner 1931 bei der Wehrversammlung zum Zwecke einer Neuwahl, Hr. Emmerich Raggam zum Hauptmann und Hr. August Siegl wieder zum Stellvertreter gewählt.

Auch schon in der damaligen Zeit, machte sich der technische Fortschritt im Feuerwehrwesen breit. Es wurde im Jahre 1935 unter großartiger Unterstützung der Bevölkerung (mit Hilfe von Patinnen) und den erwirtschafteten Einnahmen aus dem Berglerball eine Motorspritze angekauft. Der Mitgliederstand bewegte sich in all den Jahren im Bereich von ca. 40 Mann! In den Kriegsjahren – des Zweiten Weltkrieges, beginnend 1939 – 1945, gab es in Oberrosenberg eine Frauengruppe auf Grund des Abzuges der Männer in den jeweiligen Gebieten, sie wurde vom damaligen Zugsführer Johann Puchleitner sen. geführt. Nach dem Krieg wurde mit dem Wiederaufbau und der Nachbesetzung im Bereich der gesamten Wehr begonnen!

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