Chronik

Heiliger Florian1909 erklärten sich die Besitzer aus Oberrosenberg unter Initiative von Johann Raggam und Rudolf Kern bereit, den Jagdpachtschilling für eine Feuerwehr aufzuwenden. Die erste Wehrversammlung, in der die Wahl des Hauptmannes und des Stellvertreters vorgenommen wurde, ist am 10. März 1910 abgehalten worden. Es wurde einstimmig Hr. Johann Raggam zum Hauptmann und Hr. Rudolf Kern zum Stellvertreter gewählt. Johann List wurde zum Kassier und Alois Pail zum Schriftführer bestimmt. Die Feuerwehr wurde unter dem Namen „Freiwillige Feuerwehr Rosenberg bei Mureck“ geführt.

Im April 1910 wurde eine Handdruckspritze angekauft. Sie wurde von Hr. Pfarrer Clemens Kolli im Juni 1910 beim Gründungsfest feierlich eingeweiht. Laut Protokoll ist jeden Sonntag eine Spritzenübung abgehalten worden. Für das Rüsthaus,  ein Holzbaum mit Steigturm, stellte der Graf von Brunsee den Baugrund sowie sämtliches Bauholz zur Verfügung. Die Handdruckspritze bestand ihre Feuertaufe bei einem Brand beim Anwesen Foaschmichl am 15. April 1911.

Bei der Wehrversammlung am 6. Jänner 1923 wurden die Herren Rudolf Kern und August Siegl mit der Geschäftsführung betraut.

Ein Spritzengespann wurde 1924 in den Dienst gestellt. 1929 wurde lt. Protokollbuch erstmals von Hr. Rudolf Kern der Antrag gestellt, einen Berglerball zur Aufbesserung der Wehrkasse durchzuführen. Dieser wurde im Gasthof Rathkolb zu St. Peter abgehalten. Er war der Höhepunkt des Faschings in St. Peter und wurde wegen seines großen Erfolgs jährlich durchgeführt.

 Im Jahre 1930 erlitt die Feuerwehr einen großen Verlust. Der Mitbegründer der Feuerwehr, Rudolf Kern erlag seinen schweren Verletzungen bei einem Unfall mit einem Fuhrwerk. Am 6. Jänner 1931 wurde bei der Wehrversammlung zum Zwecke einer Neuwahl Hr.Emmerich Raggam zum Hauptmann und August Siegl wieder zum Stellvertreter gewählt.

Auch in der damaligen Zeit machte sich die Technik im Feuerwehrwesen breit. Es wurde lt. Protokoll im Jahre 1935 unter großartiger Unterstützung der Bevölkerung (Patinnen und den Mitteln aus dem Berglerball) eine Motorspritze angekauft. Der Mannschaftsstand bewegte sich in all den Jahren um die 40 Mann.

In den Kriegsjahren von 1943 bis 1945 gab es in Oberrosenberg eine Frauengruppe, sie wurde vom damaligen Zugsführer Johann Puchleitner sen. geführt. Nach dem Krieg wurde mit einem Wideraufbau begonnen. 1955 ist der Name der Wehr von Freiwillige Feuerwehr Rosenberg bei Mureck auf den Namen der Gemeinde, Freiwillige Feuerwehr Rohrbach am Rosenberg, umbenannt worden. Auch in diesem Jahr wurde der lang dienende Stellvertreter August Siegl von Hr. Emmerich Pichler abgelöst. Bürgermeister und Hauptmann Emmerich Raggam stellte 1958 den Antrag, ein neues Rüsthaus zu bauen. Er konnte seine Idee nicht mehr in die Tat umsetzen, im September 1958 verstarb er. Hr. Emmerich Pichler, der die Geschäfte übernahm, wurde am 6. Jänner bei der Wehrversammlung als Hauptmann gewählt. An seiner Seite wurde Hr. Franz Fauland gestellt. Dieses Duo verwirklicht noch im selben Jahr den Neubau des Rüsthauses. Es wurde ein Kredit in der Höhe von 5.000.- Schilling bei der Raiffeisenkasse St. Peter aufgenommen. Hr. Alois Hirschmann übernahm die Bürgschaft. Am 15. August wurde das fertig gestellte Rüsthaus unter großartiger Unterstützung der Oberrosenbergler seiner Bestimmung übergeben. Die Einweihung wurde von Pfarrer Raggam und Geistlichen Franz Pontenpelli vorgenommen.

1962 wurde ein Spritzen- und Mannschaftsfahrzeug, ein Traktoranhänger Marke Rosenbauer angeschafft. 1967 ist die alte Pumpe durch eine neue Tragkraftspritze Rosenbauer Automatik 75 VW ersetzt worden. 1971 Kleinlöschfahrzeug Ford Transit, dessen Kosten 78.000.- Schilling betrugen. Schmutzwasserpumpe und Fahrzeugsprechgerät kamen dazu. 1972 wurde im Rüsthaus Strom installiert und die Löschwasserversorgung wurde ausgebaut.

Unter der Leitung von Hr. Emmerich Pichler und Franz Fauland pulsierte die Feuerwehr Rohrbach am Rosenberg zu Höchstleistungen. Löschgruppen nahmen an Bewerben teil und sogar eine erfolgreiche Jugendgruppe unter der Leitung von Hr. Alois Pucher hatte schöne Erfolge aufzuweisen.

Bei der Sondersitzung im Mai 1980 legte Hauptmann Emmerich Pichler aus Altersgründen seine Funktion zurück und ein neues Gespann wurde gewählt.    

Der Vorsitz wurde von Bgm. Franz Thuswohl und Bzkdt Karl Neubauer geführt. Als Kommandant Hr. Johann Kerngast und als seinen Stellvertreter Hr. Alois Pucher. Sofort wurde mit der Renovierung des Rüsthauses begonnen. Hr. Johann Kerngast und Hr. Alois Pucher legten großen Wert auf die Gruppenarbeit, so wurden mit der Jugend und mit der Löschgruppe sehr schöne Erfolge erarbeitet. 1983 baute man einen Löschbehälter beim Birkfranzenteich.

Im Frühjahr 1984 wurde mit dem Zubau (Schulungsraum) begonnen, der sehr viel Substanz von den Verantwortlichen und von den Mitgliedern abnötigte. Der Kommandant Johann Kerngast legte im Jänner 1986 wegen Arbeitsüberlastung am eigenen Hof und wegen aufopfernder Tätigkeit sein Amt zurück. Auch Oberbrandinspektor Alois Pucher schied wegen unregelmäßiger Arbeitszeit aus. Nach mehreren Zusammenkünften erklärten sich Hr. Alois Sommer und Hr. Johann Ertl bereit, sich der Wahl zu stellen. Diese wurde unter dem Vorsitz von Hr. Brandmeister Johann Puchleitner abgehalten. Als Hauptbrandinspektor wurde Hr. Alois Sommer und als Oberbrandinspektor Hr. Johann Ertl gewählt. Der Kommandant holte die noch notwendigen Kurse in Lebring nach.

Für die Fertigstellung des Rüsthauses mussten noch einige Arbeitsleistungen erbracht werden.       

1989 wurde mit der Färbung und der Einrichtung des Schulungsraumes ein Schlussstrich unter den Umbau gezogen. Es wurde bei der Wehrversammlung ein Antrag erstellt ein neues Kleinlöschfahrzeug im nächsten Jahr anzuschaffen.

1990 war wieder ein Wahljahr. Man konnte Hr. Sommer der seine Funktion zur Verfügung stellte nicht mehr umstimmen. Somit wurde am 4. Februar 1990 als Kommandant Hr. Alois Röck und als Mitstreiter Hr. Rudolf Konrad jun. gewählt.

Das 80-jährige Gründungsfest wurde am 22. Juli veranstaltet, wobei das fertige Rüsthaus von Pfarrer Alois Schwab einweiht wurde. Der Ankauf des neuen KLF ist noch im Herbst vollzogen worden. Der Kauf ist von den Patinnen unterstützt worden. Die Weihe des KLF wurde beim Sommerfest 1991 inszeniert. Es wurden in den nächsten Jahren einige Ausrüstungsgegenstände angeschafft. Auf Kameradschaftspflege wurde in den Jahren großer Wert gelegt und die Verständigung zwischen den Generationen angestrebt. Zu erwähnen wäre, dass 1994 Hr. Rudolf Konrad sen. seine Funktion als Kassier nach 40 Jahren als solcher zurücklegte. Alles Dankeschön dieser Welt für diese Leistung. Am 8. März 1995 wurde das Rüsthaus auf zwei Seiten gestrichen und mit einer großen Spende von Fr. Karoline Zulus ein Florian auf die Frontseite gemalt. Die Funktionsperiode des Kommandos endete 1995 und wurde am 12. März bei einer Neuwahl bestätigt. Es wurde in dieser Sitzung, in Anwesenheit von Bzkdt. Albert Kern, auch der Beschluß wegen einer Namensänderung auf Freiwillige Feuerwehr Oberrosenberg, der einstimmig angenommen wurde, gefasst. Am 25.3. erging deswegen ein Ansuchen an die Gemeinde St. Peter am Ottersbach. Es wurde bei der nächsten Gemeinderatsitzung positiv erledigt. Nun tat Hr. Bzkdt. Albert Kern sein Weiteres mit der Meldung an den Landesfeuerwehrverband. Auch hier gab es keinen Einwand.